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Wie viel Licht braucht eine Küche?

4 MIN LESEZEIT · OKTOBER 2026 · OLIVER, FOS SOLUTION

Die meisten Küchen haben genug Lampen, aber zu wenig Licht dort, wo geschnitten und gekocht wird. Mit drei Ebenen und ein paar Faustregeln wird es richtig gut.

Drei Ebenen statt einer Deckenleuchte

Eine einzelne Leuchte in der Raummitte hat ein Problem: Sobald du an der Arbeitsplatte stehst, stehst du in deinem eigenen Schatten. Gute Küchen trennen deshalb drei Ebenen.

  • Grundlicht: gleichmäßig für den ganzen Raum, etwa Einbauspots oder eine Lichtlinie an der Decke.
  • Arbeitslicht: direkt über der Arbeitsfläche, am besten als LED-Profil unter den Oberschränken.
  • Stimmungslicht: Pendelleuchten über Esstisch oder Insel, indirektes Licht im Sockel oder auf den Schränken.

Wie viel ist genug?

Lux beschreibt, wie viel Licht auf einer Fläche ankommt. Ein Lux entspricht einem Lumen pro Quadratmeter. Als Orientierung für Wohnküchen haben sich diese Werte bewährt:

Bereich Richtwert
Grundlicht im Raum ca. 300 lx
Arbeitsfläche, Herd, Spüle 500 lx und mehr
Essplatz 200 bis 300 lx, dimmbar
RECHENBEISPIEL

Eine 12 m² große Küche mit 300 Lux Grundlicht braucht rechnerisch 3.600 Lumen. Weil nie das ganze Licht auf dem Boden ankommt, rechne ich etwa ein Drittel dazu. Du landest also bei rund 4.500 bis 5.000 Lumen für das Grundlicht.

Arbeitslicht: von vorne, nicht von hinten

Deckenspots sitzen meist hinter dir, deshalb fällt dein Schatten genau auf das Schneidbrett. Ein LED-Profil unter den Oberschränken, möglichst weit vorne montiert, leuchtet die Fläche schattenfrei aus. Mit Opal-Abdeckung siehst du keine einzelnen Lichtpunkte, und auf glänzenden Arbeitsplatten spiegelt es kaum.

SCHATTEN SCHATTENFREI
NUR DECKENSPOT+ LED-PROFIL VORNE

Farbwiedergabe: warum Tomaten grau wirken können

Der Farbwiedergabeindex CRI, auch Ra genannt, zeigt, wie natürlich Farben unter einer Lichtquelle aussehen. Tageslicht hat 100. In der Küche verwende ich nur LEDs mit CRI 90 oder mehr: Gemüse, Fleisch und Holzfronten sehen dann so aus, wie sie wirklich sind.

Welche Lichtfarbe?

3000 Kelvin ist in der Küche der beste Kompromiss: warm genug für den Abend, klar genug zum Arbeiten. Wer es frischer mag, kann das Arbeitslicht in 4000 Kelvin ausführen. Wichtig ist, dass alle Leuchten, die man gleichzeitig sieht, zusammenpassen.

FÜR DEINEN RAUM

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